Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau in Bayern e.V. (Lvö) | Impressum
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Was macht Ökoprodukte eigentlich so wertvoll?

Wer sich mit Lebensmitteln aus ökologischem Anbau ernährt, lebt sicher etwas teurer als manch konventioneller Verbraucher. Denn der Aufwand für die nachhaltige Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung ist deutlich zeit- und kostenintensiver. Aber Ökoprodukte sind ihren Preis in jeder Hinsicht wert, denn …

… sie sind gut für Ihre Gesundheit. Im Ökoanbau sind Pestizide und mineralische Stickstoffdünger tabu. Daher ist ökologisches Obst, Gemüse und Getreide meist frei von schädlichen Rückständen, es enthält weniger Nitrat und mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Auch tierische Ökoprodukte schneiden besser ab: Eier, Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukte aus artgerechter Haltung und Fütterung haben einen höheren Gehalt an lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren.

… sie schmecken einfach besser. Im Ökoanbau entwickeln Obst und Gemüse eine höhere Nährstoffdichte und entsprechend mehr Geschmack. Außerdem bekommen sie Zeit zum Reifen, in der sie ihre eigenen Aromen voll entfalten können. Bei der Verarbeitung wird ebenfalls viel Wert auf Natürlichkeit und Qualität gelegt: Von 400 in der EU zugelassenen Hilfs- und Zusatzstoffen dürfen Ökohersteller nur ca. 50 verwenden. Das garantiert Ihnen unverfälschten, gesunden Genuss und ist ein wichtiger Grund, warum gerade Allergiker Wert auf Öko legen.

… sie sind frei von Gentechnik. Sowohl im Ökoanbau als auch in der Verarbeitung sind gentechnisch veränderte Substanzen - auch GVOs genannt - strikt verboten. Und das gilt ebenso für die Fütterung von Tieren, deren Fleisch- und Milchprodukte oder Eier Sie essen. Mit Ihrem Einkauf zeigen Sie Ihr Nein zur Gentechnik.

… sie kommen aus artgerechter Tierhaltung. Auf Ökohöfen finden Sie garantiert keine Legebatterien, überfüllte Ställe oder Antibiotika im Futter. Die Tiere können sich gemäß ihrer Natur entwickeln und langsam heranwachsen. Darum schmeckt ihr Fleisch intensiver, es speichert weniger Wasser und bleibt - besonders beim Braten - besser in Form.

… sie sind kontrollierte Qualitätsprodukte. Sie müssen genau der EU-Öko-Verordnung oder den weit strengeren Richtlinien von Öko-Anbauverbänden wie Bioland, Biokreis, Demeter oder Naturland entsprechen. Unabhängige Kontrollstellen kommen mindestens einmal pro Jahr zur Prüfung. Und nur wenn alles stimmt, darf die Ware das Bio-Siegel bzw. das entsprechende Verbandszeichen tragen.

… sie schützen Klima und Umwelt. Ökobauern gehen achtsam mit den lebenswichtigen Ressourcen Boden, Wasser und Luft um und bewahren die Artenvielfalt von Fauna und Flora. Da sie auf stickstoffhaltige Mineraldünger verzichten, ist ihr Bedarf an fossilen Energien um ca. 65 Prozent niedriger. Außerdem entstehen auf ihren Feldern rund 60 Prozent weniger Klimagase - mal abgesehen von dem CO2, das die humusreichen Ökoböden zusätzlich speichern.

… sie schaffen neue Arbeitsplätze. Während in der konventionellen Land- und Lebensmittelwirtschaft die Zahl der Arbeitsplätze stetig sinkt, geht es im Ökobereich steil bergauf.

… sie kommen auch aus Ihrer Region. Viele Ökoprodukte werden fast vor Ihrer Haustür angebaut oder verarbeitet. Ihr Einkauf beim Bauern, auf dem Wochenmarkt oder per Abokiste bringt dreifach Vorteile: Sie bekommen erntefrische Lebensmittel. Der Transport ist kürzer und umweltfreundlicher. Und gleichzeitig stärken Sie die Wirtschaftskraft Ihrer Heimat.